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Filesharing  Entwicklung

Begonnen hat Filesharing – im Sinne von computergestützter Verbreitung von Information und kreativen Werken – mit zentral bzw. hierarchisch organisierten Netzwerken. Voraussetzung waren einerseits verbesserte Methoden zur Datenkomprimierung (z. B. MP3) und schnellere Internetanbindungen andererseits. Zu den ersten Filesharing-Anbietern dieser Art zählte das zum Inbegriff einer Tauschbörse bekannt gewordene Napster. Dieses ermöglichte den Austausch von Dateien noch über einen zentralen Server, d. h. mit Hilfe einer „übergeordneten Quelle“. Mit Napster tauschten Millionen von Benutzern Musikdateien aus, bis im Jahre 2000 einige Musikbands Klage gegen Napster einreichten und die Tauschbörse daraufhin aufgelöst wurde. Versuche, Napster in eine kostenpflichtige Tauschbörse umzuwandeln, schlugen lange Zeit fehl, da nur wenige Plattenfirmen bereit waren, ihre Musik für den Vertrieb über das Internet zu lizenzieren. Mittlerweile hat sich Napster jedoch zu einem kostenpflichtigen Musikdownload-Anbieter entwickelt, der seinen Kunden zu einem Pauschaltarif Downloads von Musikdateien anbietet. Nach Napster agierten noch für einige Zeit Audiogalaxy und das OpenNap-Netz, welche jedoch im Juni 2002 von der Musikindustrie verklagt und daraufhin geschlossen wurde. Die heutigen Nachfolge-Netzwerke, wie eDonkey, gnutella und Gnutella2, und Protokolle wie BitTorrent weisen mittlerweile jedoch zusammen - und teilweise sogar einzeln - deutlich mehr Nutzer auf, als Napster zur Zeit seines höchsten Nutzeraufkommens hatte.

Seit geraumer Zeit gibt es Peer-to-Peer-Netzwerke, die technisch ohne zentrale(n) Server funktionieren. In diesem Fall liegt ein dezentral organisiertes Netzwerk vor, bei dem jeder Teilnehmer prinzipiell Client, Server, Nutzer und Anbieter zugleich ist. Damit wird eine völlige Dezentralisierung des Netzwerkes erreicht, was das Lokalisieren eines rechtlich Verantwortlichen für eventuellen illegalen Datenverkehr verkompliziert. Beispiele für diese Technik sind unter anderem: Kademlia (Vuze, eMule), gnutella (LimeWire, gtk-gnutella, Phex), Gnutella2 (Shareaza, Sharelin) und FastTrack (Kazaa Lite K++).

Tauschbörsen, die mit dem so genannten Client-Server-Prinzip arbeiten, bei dem ein Indexserver die einzelnen Dateien und ihre Anbieter genau lokalisieren kann, wodurch das gezielte Suchen und Kopieren von Dateien möglich wird, sind seit Jahren auf dem Rückzug, da die Legalität dieser zentralen Server in vielen Ländern ungeklärt ist, obwohl der Server selbst meist gar nicht mit den illegalen Daten in Berührung kommt. Die bekannteste Beispiele sind hier das eDonkey2000 P2P Netzwerk und das BitTorrent-Protokoll, welche beide auf zentrale Server zur Indizierung setzen (bei BitTorent werden diese Tracker genannt und dienen nur der Koordinierung des Datentransfers und nicht der Suche der Daten selbst, welche über Drittanbieter, wie z.B. The Pirate Bay ermöglicht wird.). Da jedoch auf beide durch die gezielte Abschaltung der großen Koordienierungsserver mit teilweise rechtlich fragwürdigen Methoden von Seiten der Medienindustrie großer Druck aufgebaut wird, ist auch hier die Migration zu serverlosen Strukturen im Gange (das Kad Netzwerk bei eDonkey und das sog. Mainline DHT bei BitTorrent; beide Kademlia-basiert).

Darüber hinaus gibt es auch Netzwerke, die nicht nur versuchen, dezentralisiert zu arbeiten und dadurch von kontrollierenden Institutionen weitgehend unabhängig zu sein, sondern zusätzlich die Anonymität ihrer Teilnehmer, sowie die Kontrolle der Authentizität des angebotenen Inhaltes zu bieten (z. B. StealthNet, I2Phex, GNUnet und Freenet). Anbieter ist auch hier der einzelne Tauschbörsennutzer, so dass es keinen zentralen Server gibt, sondern die Dateien dezentral auf alle Benutzer verteilt sind. Das macht bei illegalen Inhalten eine Strafverfolgung durch die Behörden schwierig.

Im Jahr 2004 betrug der Anteil von Filesharing-Clients am Datenübertragungsvolumen des gesamten Internets laut einer Studie, die auf Stichproben von 27 international tätigen Carriern beruhte, 24 Prozent.

Neben den populären Tauschbörsen für Dateien gibt es im Internet auch Tauschbörsen für den traditionellen Tausch von Waren, siehe Tauschkreis und Tauschbörse.

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