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Alternativen

Abschließend stellt sich nun natürlich auch die Frage, wie die Menschen, die das bestehende System verlassen haben, ihre gesellschaftliche Ordnung von Beginn an gestalten.
Man könnte zum Beispiel die Demokratie einführen, aber dieser Versuch hat bisher immer und überall zu einer versteckten Diktatur der Plutokraten geführt. Wenn eine Demokratie überhaupt jemals funktionieren soll, dann muss von Anfang an geregelt werden, dass niemand eine größere Macht bekommt, als die gewählten Volksvertreter. Dazu müssten ihnen dann aber auch das Finanzsystem und die Medien untergeordnet werden, was allerdings dazu führen würde, dass man das Ergebnis dann wohl kaum noch als Demokratie bezeichnen kann. Was man heute unter einer Demokratie versteht, ist eine Illusion, ein Widerspruch in sich und kann gar nicht funktionieren.
Demokratie ist nur eine besondere Form von Diktatur, und zwar eine besonders gefährliche, da sie kaum erkannt wird und die getäuschten Menschen ihre Unterdrücker sogar noch ungewollt unterstützen. In einer geldgesteuerten Scheindemokratie liegt die Macht tatsächlich bei den Plutokraten, also bei den Geldsystembetreibern und Medienbesitzern, den reichsten, mächtigsten und gierigsten Menschen, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Daraus kann es nur einen Ausweg geben: Eine Staatsführung durch besonders fähige Idealisten. Eine solche Staatsführung hat dann die Aufgabe und wird dazu in die Lage versetzt, die Bürger zu schützen. Jegliche Macht wird dann begrenzt, und die höchste Macht darf nur von dieser Staatsführung ausgehen. Ein geeignetes Auswahlverfahren wird sicherstellen, dass nur die weisesten und idealistischsten Menschen diese Autorität bekommen.
Die neue Staatsführung muss von geringer Personenzahl, kompetent, weise, fleißig, unabhängig und von idealistischem Charakter sein. Sie muss vor allem auch bereit sein, für all ihr Tun und Lassen die volle persönliche Verantwortung zu tragen. Dass unsere derzeitigen Politikdarsteller mangels charakterlicher und fachlicher Eignung dafür wohl kaum in Frage kommen, versteht sich von selbst. Solche Menschen werden dann keinesfalls mehr mitwirken. Aber das werden sie dann auch ohnehin nicht mehr wollen, denn eine weitere Voraussetzung ist, dass sich jeder Beteiligte zu einem spartanischen Leben verpflichtet und weiter nichts erhält als Unterkunft und Verpflegung für sich und seine Familie.
Volle persönliche Verantwortung, keine Privilegien und keine Bereicherung? Wer soll dann noch bereit sein, eine solche Position zu übernehmen? Die Antwort ist ganz klar: Nur die allerbesten!
Einer solchen Staatsführung kann und muss man dann selbstverständlich auch das Geldwesen unterordnen. Silvio Gesell schrieb im Jahre 1920: „Ich stelle die Forderung, – seit 30 Jahren tue ich das unermüdlich – dass die Reichsbank zur reinen Staatseinrichtung erhoben werde. Unbedingte Loslösung von der Börse, schärfste Trennung von allen verführerischen, privatwirtschaftlichen Belängen, – eine Notenanstalt soll sie sein, mehr nicht! Die Ausgabe von Banknoten soll nach scharf gezogenen Richtlinien erfolgen, die jede Willkür ausschließen, jedes Börsenwucherspiel im Keim ersticken, Krise, Krach, Geldstreik unmöglich machen. Die Leitung der Notenbank soll der öffentlichen Aufsicht dadurch zugänglich gemacht werden, dass die Einfachheit ihrer Grundsätze jedem durchsichtig wird.”
Als ersten Schritt benötigt das Volk eine Verfassung, und die kann es sich sogar nach BRD-Recht durch einen selbst organisierten Volksentscheid selbst geben. Gemäß Grundgesetz Artikel 146 gilt: „Dieses Grundgesetz [...] verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“ Die Machthaber und ihre Marionetten in den Regierungen und Propagandaanstalten werden dazu nicht benötigt. Sie werden selbstverständlich aus der Organisation ausgeschlossen.
Dass die aktuellen Machthaber über ihre ferngesteuerten Politiker und Medien ohnehin niemals bei etwas mitwirken werden, was im Interesse des Volkes ist, dürfte nun wohl jedem klar sein. Man würde also auch vergeblich darauf warten, dass die Gestaltung der neuen Verfassung über deren vorgespielte „Öffentlichkeit“ ausgerufen wird. Daher kommt als Medium hierfür nur das Internet in Frage. Wir werden eine Plattform im Internet aufbauen, auf der ein Verfassungsentwurf ähnlich einem Open Source Projekt entsteht und über den dann per Internet abgestimmt wird.
Der Widerstand der Machthaber wird vermutlich wie üblich ablaufen: Zuerst werden ihre Massenmedien das Projekt komplett aus der veröffentlichten Diskussion heraushalten. Ab einem Umfang, der dies nicht mehr zulässt, werden sie es zunächst lächerlich machen und dann schließlich als linken oder rechten Extremismus diffamieren. Wie Mahatma Gandhi schon sagte: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst du.”
Auch der sogenannte „Verfassungsschutz” wird sich mit den Initiatoren befassen, obwohl solche Bestrebungen gemäß Grundgesetz Artikel 5, 20 und 146 ausdrücklich erlaubt und sogar absolut notwendig sind. Die zur Überwachung und zum Kampf gegen die Freiheit der Systemsklaven beauftragten Mitarbeiter der Unterdrückungsapparate sollten lieber gegen die wahren Verfassungsfeinde in den Parlamenten und Geldfabriken vorgehen, anstatt ausgerechnet diejenigen zu verfolgen, die die Rechte und Pflichten des Grundgesetzes ernstnehmen. Wer als Staatsdiener und kleines Rädchen im Getriebe – wie schon oft in der Geschichte – „nur den Anweisungen von oben Folge leistet”, verstößt dabei gegen das eigene Grundgesetz und trägt dazu bei, dass auch er selbst und seine Nachkommen weiterhin in Sklaverei leben und den Planeten durch ihren Wachstumswahn zerstören müssen.
In der neuen Verfassung wird dann natürlich ein Finanz- und Steuersystem verankert, das dem Volke dient, anstatt es zugunsten einer kleinen, übergeordneten Gruppe auszubeuten. Die Grundlagen für ein solches System wurden schon vor hundert Jahren von Silvio Gesell ausgearbeitet und seither in vielen neuen Lösungen weiterentwickelt. Nur leider werden diese Lehren in der von der Geldmacht gesteuerten Volkswirtschaftslehre komplett verschwiegen. Es gibt bereits fertig entwickelte Gesellschaftsmodelle, die ohne Zinswucher und Wachstumswahn auskommen, sinnlose Arbeitsplätze überflüssig machen, dafür aber ein bedingungsloses Grundeinkommen bei gleichzeitiger Abschaffung von Steuern ermöglichen.
Ein zinsfreies Geldsystem, das der Allgemeinheit dient, ist die Voraussetzung für die nächsthöhere Entwicklungsstufe unserer Gesellschaft. Auf das Zeitalter des Kapitalismus könnte das Zeitalter des Humanismus folgen. Dieser wichtige Evolutionsschritt benötigt jedoch einen Auslöser, der außerhalb der bestehenden Systeme zu finden ist. Welche Methoden hierfür geeignet sind, sollte nun bekannt sein und verbreitet werden.

Steuerboykott
„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
von Rico Albrecht   www.wissensmanufaktur.net

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